Requiem für einen Server
Verfasst: So 14. Dez 2025, 17:57
Nun ist es also so weit: Auf der BdF-Homepage teilt der Präsident mit, dass am 20.12.25 alle noch auf dem BdF-Server laufenden Partien gestoppt und anschließend auf den ICCF-Server transferiert werden. Spätestens am 31.12. wird der BdF-Server dann also endgültig Geschichte sein. Zugleich verschwindet damit der größte Vermögenswert des Vereins.
Und das alles auf der Grundlage einer mit fragwürdigen Mitteln herbeigeführten Entscheidung, die zudem nur über eine geringe demokratische Legitimation verfügt. Konsequent wird die Agenda des Präsidenten umgesetzt. Am Ende bleibt eine ernüchternde Bilanz: Die Mitglieder verlieren dauerhaft eine bewährte Infrastruktur. Still und geräuschlos endet damit ein bedeutendes Kapitel der BdF-Geschichte.
Der große Festakt auf Schloss Neuhardenberg mit Fanfarenklängen zur feierlichen Beerdigung des BdF-Servers fällt dem Rotstift zum Opfer – jeder Euro wird bekanntlich benötigt, um dort 2026 einen möglichst glanzvollen und großartigen ICCF-Kongress zu inszenieren. Die Prioritäten sind unmissverständlich gesetzt: Glanz und Gloria. Das Bewährte wird aufgegeben, um ein fragwürdiges Prestigeprojekt zu ermöglichen.
Was jedoch nach wie vor offenbleibt: Was geschieht konkret mit dem rund 54.000 € teuren BdF-Server? Dazu herrscht seitens des Vorstands bis heute ein bemerkenswertes Schweigen.
Und „by the way“: Was ist eigentlich aus der Wiedereinführung der H-Klasse geworden? Bis heute scheint dort keine einzige Gruppe gestartet zu sein. Warum dann diese Wiedereinführung? Die Frage drängt sich auf, welchen praktischen Zweck diese Maßnahme überhaupt erfüllen sollte. Oder alles nur ein Bluff?
Unterm Strich bleibt festzuhalten:
Der BdF-Server verschwindet still und leise. Das Herzstück des Vereins wird abgeschaltet. Wir erleben das Ende einer gewachsenen Vereinsinfrastruktur – einen letzten, kaum hörbaren Schwanengesang, bevor der Vorhang fällt.
Die Vereinsführung glänzt lieber mit einem Schlossevent auf internationalem Niveau, ganz nach dem Motto: Funktionierende Infrastruktur ist vergänglich, Prestige hingegen zeitlos. Die Mitgliedschaft reagiert mit Schweigen und Teilnahmslosigkeit – aus Gleichgültigkeit? Aus Resignation?
Ob hier gerade mehr endet als nur ein Server?
Ob bereits das letzte Kapitel der BdF-Geschichte aufgeschlagen wurde?
Ganz ausschließen lässt sich dieser Eindruck nicht.
Martin Gottschlich
Und das alles auf der Grundlage einer mit fragwürdigen Mitteln herbeigeführten Entscheidung, die zudem nur über eine geringe demokratische Legitimation verfügt. Konsequent wird die Agenda des Präsidenten umgesetzt. Am Ende bleibt eine ernüchternde Bilanz: Die Mitglieder verlieren dauerhaft eine bewährte Infrastruktur. Still und geräuschlos endet damit ein bedeutendes Kapitel der BdF-Geschichte.
Der große Festakt auf Schloss Neuhardenberg mit Fanfarenklängen zur feierlichen Beerdigung des BdF-Servers fällt dem Rotstift zum Opfer – jeder Euro wird bekanntlich benötigt, um dort 2026 einen möglichst glanzvollen und großartigen ICCF-Kongress zu inszenieren. Die Prioritäten sind unmissverständlich gesetzt: Glanz und Gloria. Das Bewährte wird aufgegeben, um ein fragwürdiges Prestigeprojekt zu ermöglichen.
Was jedoch nach wie vor offenbleibt: Was geschieht konkret mit dem rund 54.000 € teuren BdF-Server? Dazu herrscht seitens des Vorstands bis heute ein bemerkenswertes Schweigen.
Und „by the way“: Was ist eigentlich aus der Wiedereinführung der H-Klasse geworden? Bis heute scheint dort keine einzige Gruppe gestartet zu sein. Warum dann diese Wiedereinführung? Die Frage drängt sich auf, welchen praktischen Zweck diese Maßnahme überhaupt erfüllen sollte. Oder alles nur ein Bluff?
Unterm Strich bleibt festzuhalten:
Der BdF-Server verschwindet still und leise. Das Herzstück des Vereins wird abgeschaltet. Wir erleben das Ende einer gewachsenen Vereinsinfrastruktur – einen letzten, kaum hörbaren Schwanengesang, bevor der Vorhang fällt.
Die Vereinsführung glänzt lieber mit einem Schlossevent auf internationalem Niveau, ganz nach dem Motto: Funktionierende Infrastruktur ist vergänglich, Prestige hingegen zeitlos. Die Mitgliedschaft reagiert mit Schweigen und Teilnahmslosigkeit – aus Gleichgültigkeit? Aus Resignation?
Ob hier gerade mehr endet als nur ein Server?
Ob bereits das letzte Kapitel der BdF-Geschichte aufgeschlagen wurde?
Ganz ausschließen lässt sich dieser Eindruck nicht.
Martin Gottschlich