Datum: 11.12.2025 - 03.01.2026
Auslosung24.11.2025, 17:30 Uhr MEZ, im Live-Stream bei Sport1
und bei Pluto TV
Dart-WM
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Schachhai
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Re: Dart-WM
In den Auslosungstöpfen dieser Rekord-WM befindet sich auch die größte Anzahl von deutschen Spielern, die es je gegeben hat. Gleich 8 Deutsche gehen an den Start und mit Martin Schindler war zumindest auch einer im Lostopf der Top 32 gesetzt. „The Wall“ wird es in seinem Auftaktspiel im Dezember mit Stephen Burton zu tun bekommen. Knapp nicht gesetzt ist Ricardo Pietreczko als Nr. 33 der Weltrangliste. „Pikachu“ bekam dennoch einen Spieler außerhalb der Top 64 zugelost. Wenn Pietreczko seinen Achtelfinal-Coup aus dem Vorjahr wiederholen will, dann müsste er zunächst am PDPA-Qualifier José de Sousa vorbei. Mit reichlich WM-Erfahrung ist mittlerweile auch der ehemalige Halbfinalist Gabriel Clemens ausgestattet. Zum Abschluss eines schwierigen Jahres misst sich der „German Giant“ in der ersten WM-Runde mit Alex Spellman. Ebenfalls in den Top 64 der Weltrangliste konnte sich Niko Springer positionieren und damit bekam er einen Qualifier zugelost. Der „Meenzer Bub“ wird bei seiner zweiten WM zunächst auf Joe Comito treffen.
Sein Debüt gibt Lukas Wenig und auch er war in diesem zweiten Topf dabei. Für „Luu“ geht es in der ersten Runde gegen Wesley Plaisier. Nach vier Jahren Abstinenz kehrt Max Hopp zurück in den Alexandra Palace. Der „Maximiser“ war über fast ein Jahrzehnt hinweg Stammgast auf der größten Darts-Bühne der Welt und ist nun als Spieler erneut mit dabei. Bei seinem Comeback bekommt es der Hesse mit Martin Lukeman zu tun
Sein WM-Debüt hat Dominik Grüllich nach dem ersten Tourcardjahr erreicht. Der junge Bayer hat damit schon einen riesigen Erfolg erzielt und kann nun frei aufspielen. Sein Erstrundengegner wird Jermaine Wattimena sein. Ebenfalls zum ersten Mal bei der PDC-WM ist der Super League Champion Arno Merk am Start. Als internationaler Qualifikant bekommt es der Niedersachse mit Kim Huybrechts zu tun.
Sein Debüt gibt Lukas Wenig und auch er war in diesem zweiten Topf dabei. Für „Luu“ geht es in der ersten Runde gegen Wesley Plaisier. Nach vier Jahren Abstinenz kehrt Max Hopp zurück in den Alexandra Palace. Der „Maximiser“ war über fast ein Jahrzehnt hinweg Stammgast auf der größten Darts-Bühne der Welt und ist nun als Spieler erneut mit dabei. Bei seinem Comeback bekommt es der Hesse mit Martin Lukeman zu tun
Sein WM-Debüt hat Dominik Grüllich nach dem ersten Tourcardjahr erreicht. Der junge Bayer hat damit schon einen riesigen Erfolg erzielt und kann nun frei aufspielen. Sein Erstrundengegner wird Jermaine Wattimena sein. Ebenfalls zum ersten Mal bei der PDC-WM ist der Super League Champion Arno Merk am Start. Als internationaler Qualifikant bekommt es der Niedersachse mit Kim Huybrechts zu tun.
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H Krauß
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Schachhai
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Re: Dart-WM
Ansetzungen der deutschen Spieler
11.12.25
Arno Merk Kim Huybrechts
13.12.25
Gabriel Clemens Alex Spellman
14.12.25
Lukas Wenig Wesley Plaisier
15.12.25
Max Hopp Martin Lukemann
16.12.25
Ricardo Puetrecko Jose de Sousa
Niko Springer Joe Comuto
17.12.25
Martin Schindler Stephen Burton
18.12.25
Dominik Grüllich Germaine Wattemena
11.12.25
Arno Merk Kim Huybrechts
13.12.25
Gabriel Clemens Alex Spellman
14.12.25
Lukas Wenig Wesley Plaisier
15.12.25
Max Hopp Martin Lukemann
16.12.25
Ricardo Puetrecko Jose de Sousa
Niko Springer Joe Comuto
17.12.25
Martin Schindler Stephen Burton
18.12.25
Dominik Grüllich Germaine Wattemena
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Re: Dart-WM
Incipiant ludi
Kim Huybrechts – Arno Merk
Michael Smith (28) – Lisa Ashton
Luke Littler (1) – Darius Labanauskas
Madars Razma – Jamai van den Herik
https://tv.sport1.de/
Kim Huybrechts – Arno Merk
Michael Smith (28) – Lisa Ashton
Luke Littler (1) – Darius Labanauskas
Madars Razma – Jamai van den Herik
https://tv.sport1.de/
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Re: Dart-WM
1.Runde
Martin Schindler Stephen Burton 3-1
Ricardo Puetrecko Jose de Sousa 3-1
Gabriel Clemens Alex Spellman 3-0
Niko Springer Joe Comuto 1-3
Lukas Wenig Wesley Plaisier 1-3
Max Hopp Martin Lukemann 3-1
Dominik Grüllich Germaine Wattemena 2-3
Arno Merk Kim Huybrechts 3-1
Martin Schindler Stephen Burton 3-1
Ricardo Puetrecko Jose de Sousa 3-1
Gabriel Clemens Alex Spellman 3-0
Niko Springer Joe Comuto 1-3
Lukas Wenig Wesley Plaisier 1-3
Max Hopp Martin Lukemann 3-1
Dominik Grüllich Germaine Wattemena 2-3
Arno Merk Kim Huybrechts 3-1
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Re: Dart-WM
Vorweihnachtliches Aus
gesetzte Spieler
(6) Danny Noppert
(7) James Wade
(8) Chris Dobey
(9) Gerwyn Price)
(12) Ross Smith
(18) Mike de Decker
(21) Dave Chisnall
(22) Daryl Gurney
(23) Dimitri van den Bergh
(27) Richie Edhouse
(28) Michael Smith
(29) Dirk van Duivenbode
(30) Peter Wright
(31) Wessel Nyman
(32) Joe Cullen
gesetzte Spieler
(6) Danny Noppert
(7) James Wade
(8) Chris Dobey
(9) Gerwyn Price)
(12) Ross Smith
(18) Mike de Decker
(21) Dave Chisnall
(22) Daryl Gurney
(23) Dimitri van den Bergh
(27) Richie Edhouse
(28) Michael Smith
(29) Dirk van Duivenbode
(30) Peter Wright
(31) Wessel Nyman
(32) Joe Cullen
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Re: Dart-WM
Dart WM Finale 2026 – Vorschau: Littler vs. Van Veen
Veröffentlichungsdatum
03.01.2026
Dart WM 2026 Finale Vorschau
Das größte Dart-Match des Jahres geht – wie schon in den vergangenen Jahren – am 3. Januar über die Bühne. Im Finale der PDC Darts Weltmeisterschaft 2026 stehen sich am heutigen Abend (Beginn ca. 21:00 Uhr MEZ) im Alexandra Palace Titelverteidiger Luke Littler und Herausforderer Gian van Veen gegenüber.
Das FINALE
Das Endspiel ist zugleich ein Abschied von der legendären West Hall des Alexandra Palace, in der seit Dezember 2007 sämtliche WM-Partien ausgetragen wurden. Ab der kommenden Weltmeisterschaft zieht die PDC in die sogenannte „Great Hall“ um, die Platz für mehr als 5.000 Fans pro Session bietet. Das Finale der diesjährigen Ausgabe war erneut nur wenige Sekunden nach Vorverkaufsstart restlos ausverkauft. Zudem ist es auch das Abschiedsspiel von John McDonald als „Master of Ceremonies“ und George Noble als Caller.
Die 33. Weltmeisterschaft war die bislang größte in der Geschichte des Dartsports: mehr Teilnehmer, mehr Spiele, ein Rekord-Preisgeld und zahlreiche neue Bestmarken. Unter anderem wurde bereits die Marke von 1.100 geworfenen „180ern“ überschritten. Durch den Einzug ins Finale haben beide Spieler 400.000 Pfund (rund 460.000 Euro) sicher. Dem Sieger winken 1.000.000 Pfund (etwa 1,15 Millionen Euro) – das höchste Preisgeld, das die PDC jemals bei einem Turnier ausgeschüttet hat.
2025 PDC World Darts Championship Final Luke Littler vs Michael Van Gerwen
Die Sid Waddell-Trophy. Der Pokal der Dart-WM 2026 – (c) PDC
Übertragen wird das Endspiel wie gewohnt live auf DAZN und Sport1. Beide Sender planen am Finaltag eine umfangreiche Berichterstattung und sind bereits lange vor dem ersten Dart am Start. Sport1 erzielte bereits während des Turniers starke Reichweiten: Regelmäßig verfolgten mehr als eine Million Zuschauer die Übertragungen, zwischenzeitlich wurde sogar die Zwei-Millionen-Marke überschritten. Für das Finale darf man daher allein im deutschsprachigen Raum mit rund drei bis vier Millionen Zuschauern rechnen.
Neben dem Titel und dem Rekord-Preisgeld geht es auch um die 25 Kilogramm schwere Sid Waddell Trophy, benannt nach der legendären englischen Kommentatorenstimme. Um sie in die Höhe stemmen zu dürfen, muss der Sieger sieben Sätze für sich entscheiden. Gespielt wird über die Distanz „Best of 13 Legs“. Sollte es im Entscheidungssatz zu einem 5:5 kommen, fällt die Entscheidung in einem ultimativen Sudden-Death-Leg.
Sollte einem der beiden Finalisten ein 9-Darter gelingen, schüttet der Turniersponsor 180.000 Pfund aus. Je 60.000 Pfund gehen dabei an den Spieler, an einen zufällig ausgewählten Fan in der Halle sowie an einen wohltätigen Zweck. Ein perfektes Spiel in einem WM-Finale gelangen bislang Adrian Lewis (03.01.2011) und Michael Smith (03.01.2023).
Für die Weltrangliste hat das Endspiel nur geringe Auswirkungen. Luke Littler bleibt unabhängig vom Ausgang die klare Nummer eins der Welt. Gian van Veen würde bei einer Finalniederlage Rang drei einnehmen, könnte mit einem Titelgewinn jedoch noch Luke Humphries vom zweiten Platz verdrängen. In der Premier League werden beide Finalisten fix vertreten sein.
Die Ausgangslage
Auch wenn etwa der 55-jährige Gary Anderson mit beeindruckenden Leistungen bei dieser WM für Furore gesorgt hat, scheint sich der Dartsport mitten in einem Generationenwechsel zu befinden. Das Finale 2026 ist das bislang jüngste der WM-Geschichte: Der 18-jährige Luke Littler trifft auf den 23-jährigen Gian van Veen. Es ist das Duell des amtierenden PDC-Weltmeisters gegen den amtierenden Junioren-Weltmeister.
Für Littler ist es trotz seines jungen Alters bereits das dritte WM-Finale in Folge. Mit einer erfolgreichen Titelverteidigung würde er einen weiteren Meilenstein setzen und wäre nach Phil Taylor, Adrian Lewis und Gary Anderson erst der vierte Spieler, dem eine erfolgreiche Titelverteidigung bei der PDC-WM gelingt. Für Gian van Veen wäre es hingegen der erste WM-Titel und zugleich der mit Abstand größte Erfolg seiner bisherigen Karriere.
Blickt man ausschließlich auf die Statistiken, ist es das logische Endspiel. Beide Spieler führen das Turnier-Average-Ranking an – Littler auf Platz eins (103,44), van Veen auf Rang zwei (102,16). Beeindruckend sind die Checkout-Quoten, denn beide haben im gesamten Turnier mehr als 50% ihrer Doppelversuche getroffen. Auch bei den besten Einzel-Leistungen spiegelt genau das wider: In den Top sechs der höchsten Match-Averages finden sich drei Auftritte von Littler und zwei von Van Veen. Lediglich Gary Anderson konnte sich mit einem Average von 105,41 Punkten ebenfalls in diese Liste eintragen.
Eine weitere spannende Frage ist der mentale Faktor. Für Luke Littler ist es bereits das dritte WM-Finale – er kennt das Gefühl, ein Match direkt neben dem bereitstehenden WM-Pokal zu bestreiten. Für Gian van Veen hingegen ist diese Situation absolutes Neuland. Vor der aktuellen Weltmeisterschaft hatte er noch kein einziges Match im Alexandra Palace gewonnen. Auch wenn er in den vergangenen Tagen gegen starke Gegner und große Namen sehr fokussiert wirkte, ist ein WM-Finale nochmals eine andere Herausforderung. Betrachtet man die Zahlen und Statistiken der vergangenen Monate, hat Littler in diesem Punkt leicht die Nase vorne.
Bei den Buchmachern gilt Luke Littler ebenfalls als knapper Favorit. Doch van Veen hat im Turnierverlauf eindrucksvoll bewiesen, dass er auch gegen große Namen und über lange Distanzen ein extrem hohes Niveau spielen kann. Gelingt ihm das auch im Endspiel, ist der Ausgang völlig offen. Im direkten Vergleich (Head to Head) gibt es eine völlig ausgeglichene Bilanz (je 4 Siege). Das letzte Duell bei einem TV-Turnier gewann Luke Littler beim Word Grand Prix mit 2:0. Ein unglaubliches Match, bei dem beide Spieler trotz Double-In-Modus einen Average von deutlich über 105 ins Board knallten. Das macht definitiv Lust auf mehr! Vielleicht erleben wir also eines jener epischen und unvergesslichen WM-Finals, die erst im Entscheidungssatz entschieden werden. Ein solches Duell gab es zuletzt vor elf Jahren, als Gary Anderson den damaligen Topfavoriten Phil Taylor mit 7:6 bezwingen konnte.
Die Finalisten
TL 2026WCR4 Littler10
Luke Littler bei der PDC Darts-WM 2026 in London – (c) PDC
Finalist Nr. 1: Luke Littler
Blickt man auf das vergangene Jahr zurück, war es beinahe folgerichtig, Luke Littler erneut im WM-Finale zu sehen. Der Titelgewinn im Vorjahr war der Auftakt zu einer außergewöhnlichen Saison. Im weiteren Jahresverlauf sicherte sich Littler fünf weitere große TV-Titel und stieg im November zur jüngsten Nummer eins der Darts-Geschichte auf.
Auch die Selbstverständlichkeit, mit der er bei den Turnieren auftritt, ist für sein Alter beeindruckend. Trotz seiner Jugend spricht für ihn die größere Erfahrung auf der ganz großen Bühne: Insgesamt stand Littler bereits 13-mal im Finale eines großen PDC-TV-Turniers und ging dabei zehnmal als Sieger hervor. Bei der aktuellen WM ließ er kaum etwas anbrennen, setzte sich in jedem Match souverän durch und gab im gesamten Turnierverlauf lediglich drei Sätze ab. In fünf seiner sechs Partien spielte er zudem einen Average von über 100 Punkten. Sollte Littler das Endspiel gewinnen, wäre er in der Weltrangliste mit einem Rekordvorsprung knapp 1,6 Millionen vor dem Zweitplatzierten.
Der Weg ins Finale:
3:0 gegen Darius Labanauskas (101,51)
3:0 gegen David Davies (97,15)
4:0 gegen Mensur Suljovic (107,09)
4:2 gegen Rob Cross (106,58)
5:0 gegen Krzysztof Ratajski (100,04)
6:1 gegen Ryan Searle (105,35)
Finalist Nr. 2: Gian van Veen
Gian van Veen steht nach einem 5:1-Sieg über Luke Humphries zum ersten Mal im Halbfinale der PDC-WM
Gian van Veen bei der PDC Darts-WM 2026 in London – (c) PDC
Gian van Veen hat bei dieser Weltmeisterschaft eine echte Zeitenwende im niederländischen Dartsport eingeläutet. Über 13 Jahre lang war Michael van Gerwen die unangefochtene Nummer eins der Nation, doch am Neujahrstag durchbrach van Veen diese Dominanz. Nach der WM wird er erstmals vor van Gerwen in der Weltrangliste stehen.
Der „Giant“ zählt zu den größten Shootingstars des Sports. Neben der erfolgreichen Titelverteidigung bei der Junioren-Weltmeisterschaft gewann er in diesem Jahr auch die European Darts Championship in Dortmund und stieß damit endgültig in die absolute Weltspitze vor.
Im Turnierverlauf musste sich van Veen etwas mehr strecken als sein Finalgegner und gab insgesamt sieben Sätze ab. Das war jedoch vor allem der hohen Qualität seiner Gegner geschuldet. Besonders überzeugend präsentierte er sich durch sein starkes Timing: Selbst als Gary Anderson nach sieben gespielten Sätzen einen Average von über 107 Punkten spielte oder Luke Humphries im Viertelfinale einen 105er-Average hatte, war van Veen in den entscheidenden Momenten zur Stelle und spielte die Partien von vorne weg. Für den Niederländer würde ein WM-Titel auch finanziell einen enormen Sprung bedeuten. Denn bisher hat er in seiner gesamten Karriere 677.000 Pfund eingespielt. Dies könnte er heute in nur einem einzigen Spiel mehr als verdoppeln.
Der Weg ins Finale:
3:1 gegen Cristo Reyes (98,91)
3:1 gegen Alan Soutar (108,28)
4:1 gegen Madars Razma (97,91)
4:1 gegen Charlie Manby (98,48)
5:1 gegen Luke Humphries (105,41)
6:3 gegen Gary Anderson (102,99)
Veröffentlichungsdatum
03.01.2026
Dart WM 2026 Finale Vorschau
Das größte Dart-Match des Jahres geht – wie schon in den vergangenen Jahren – am 3. Januar über die Bühne. Im Finale der PDC Darts Weltmeisterschaft 2026 stehen sich am heutigen Abend (Beginn ca. 21:00 Uhr MEZ) im Alexandra Palace Titelverteidiger Luke Littler und Herausforderer Gian van Veen gegenüber.
Das FINALE
Das Endspiel ist zugleich ein Abschied von der legendären West Hall des Alexandra Palace, in der seit Dezember 2007 sämtliche WM-Partien ausgetragen wurden. Ab der kommenden Weltmeisterschaft zieht die PDC in die sogenannte „Great Hall“ um, die Platz für mehr als 5.000 Fans pro Session bietet. Das Finale der diesjährigen Ausgabe war erneut nur wenige Sekunden nach Vorverkaufsstart restlos ausverkauft. Zudem ist es auch das Abschiedsspiel von John McDonald als „Master of Ceremonies“ und George Noble als Caller.
Die 33. Weltmeisterschaft war die bislang größte in der Geschichte des Dartsports: mehr Teilnehmer, mehr Spiele, ein Rekord-Preisgeld und zahlreiche neue Bestmarken. Unter anderem wurde bereits die Marke von 1.100 geworfenen „180ern“ überschritten. Durch den Einzug ins Finale haben beide Spieler 400.000 Pfund (rund 460.000 Euro) sicher. Dem Sieger winken 1.000.000 Pfund (etwa 1,15 Millionen Euro) – das höchste Preisgeld, das die PDC jemals bei einem Turnier ausgeschüttet hat.
2025 PDC World Darts Championship Final Luke Littler vs Michael Van Gerwen
Die Sid Waddell-Trophy. Der Pokal der Dart-WM 2026 – (c) PDC
Übertragen wird das Endspiel wie gewohnt live auf DAZN und Sport1. Beide Sender planen am Finaltag eine umfangreiche Berichterstattung und sind bereits lange vor dem ersten Dart am Start. Sport1 erzielte bereits während des Turniers starke Reichweiten: Regelmäßig verfolgten mehr als eine Million Zuschauer die Übertragungen, zwischenzeitlich wurde sogar die Zwei-Millionen-Marke überschritten. Für das Finale darf man daher allein im deutschsprachigen Raum mit rund drei bis vier Millionen Zuschauern rechnen.
Neben dem Titel und dem Rekord-Preisgeld geht es auch um die 25 Kilogramm schwere Sid Waddell Trophy, benannt nach der legendären englischen Kommentatorenstimme. Um sie in die Höhe stemmen zu dürfen, muss der Sieger sieben Sätze für sich entscheiden. Gespielt wird über die Distanz „Best of 13 Legs“. Sollte es im Entscheidungssatz zu einem 5:5 kommen, fällt die Entscheidung in einem ultimativen Sudden-Death-Leg.
Sollte einem der beiden Finalisten ein 9-Darter gelingen, schüttet der Turniersponsor 180.000 Pfund aus. Je 60.000 Pfund gehen dabei an den Spieler, an einen zufällig ausgewählten Fan in der Halle sowie an einen wohltätigen Zweck. Ein perfektes Spiel in einem WM-Finale gelangen bislang Adrian Lewis (03.01.2011) und Michael Smith (03.01.2023).
Für die Weltrangliste hat das Endspiel nur geringe Auswirkungen. Luke Littler bleibt unabhängig vom Ausgang die klare Nummer eins der Welt. Gian van Veen würde bei einer Finalniederlage Rang drei einnehmen, könnte mit einem Titelgewinn jedoch noch Luke Humphries vom zweiten Platz verdrängen. In der Premier League werden beide Finalisten fix vertreten sein.
Die Ausgangslage
Auch wenn etwa der 55-jährige Gary Anderson mit beeindruckenden Leistungen bei dieser WM für Furore gesorgt hat, scheint sich der Dartsport mitten in einem Generationenwechsel zu befinden. Das Finale 2026 ist das bislang jüngste der WM-Geschichte: Der 18-jährige Luke Littler trifft auf den 23-jährigen Gian van Veen. Es ist das Duell des amtierenden PDC-Weltmeisters gegen den amtierenden Junioren-Weltmeister.
Für Littler ist es trotz seines jungen Alters bereits das dritte WM-Finale in Folge. Mit einer erfolgreichen Titelverteidigung würde er einen weiteren Meilenstein setzen und wäre nach Phil Taylor, Adrian Lewis und Gary Anderson erst der vierte Spieler, dem eine erfolgreiche Titelverteidigung bei der PDC-WM gelingt. Für Gian van Veen wäre es hingegen der erste WM-Titel und zugleich der mit Abstand größte Erfolg seiner bisherigen Karriere.
Blickt man ausschließlich auf die Statistiken, ist es das logische Endspiel. Beide Spieler führen das Turnier-Average-Ranking an – Littler auf Platz eins (103,44), van Veen auf Rang zwei (102,16). Beeindruckend sind die Checkout-Quoten, denn beide haben im gesamten Turnier mehr als 50% ihrer Doppelversuche getroffen. Auch bei den besten Einzel-Leistungen spiegelt genau das wider: In den Top sechs der höchsten Match-Averages finden sich drei Auftritte von Littler und zwei von Van Veen. Lediglich Gary Anderson konnte sich mit einem Average von 105,41 Punkten ebenfalls in diese Liste eintragen.
Eine weitere spannende Frage ist der mentale Faktor. Für Luke Littler ist es bereits das dritte WM-Finale – er kennt das Gefühl, ein Match direkt neben dem bereitstehenden WM-Pokal zu bestreiten. Für Gian van Veen hingegen ist diese Situation absolutes Neuland. Vor der aktuellen Weltmeisterschaft hatte er noch kein einziges Match im Alexandra Palace gewonnen. Auch wenn er in den vergangenen Tagen gegen starke Gegner und große Namen sehr fokussiert wirkte, ist ein WM-Finale nochmals eine andere Herausforderung. Betrachtet man die Zahlen und Statistiken der vergangenen Monate, hat Littler in diesem Punkt leicht die Nase vorne.
Bei den Buchmachern gilt Luke Littler ebenfalls als knapper Favorit. Doch van Veen hat im Turnierverlauf eindrucksvoll bewiesen, dass er auch gegen große Namen und über lange Distanzen ein extrem hohes Niveau spielen kann. Gelingt ihm das auch im Endspiel, ist der Ausgang völlig offen. Im direkten Vergleich (Head to Head) gibt es eine völlig ausgeglichene Bilanz (je 4 Siege). Das letzte Duell bei einem TV-Turnier gewann Luke Littler beim Word Grand Prix mit 2:0. Ein unglaubliches Match, bei dem beide Spieler trotz Double-In-Modus einen Average von deutlich über 105 ins Board knallten. Das macht definitiv Lust auf mehr! Vielleicht erleben wir also eines jener epischen und unvergesslichen WM-Finals, die erst im Entscheidungssatz entschieden werden. Ein solches Duell gab es zuletzt vor elf Jahren, als Gary Anderson den damaligen Topfavoriten Phil Taylor mit 7:6 bezwingen konnte.
Die Finalisten
TL 2026WCR4 Littler10
Luke Littler bei der PDC Darts-WM 2026 in London – (c) PDC
Finalist Nr. 1: Luke Littler
Blickt man auf das vergangene Jahr zurück, war es beinahe folgerichtig, Luke Littler erneut im WM-Finale zu sehen. Der Titelgewinn im Vorjahr war der Auftakt zu einer außergewöhnlichen Saison. Im weiteren Jahresverlauf sicherte sich Littler fünf weitere große TV-Titel und stieg im November zur jüngsten Nummer eins der Darts-Geschichte auf.
Auch die Selbstverständlichkeit, mit der er bei den Turnieren auftritt, ist für sein Alter beeindruckend. Trotz seiner Jugend spricht für ihn die größere Erfahrung auf der ganz großen Bühne: Insgesamt stand Littler bereits 13-mal im Finale eines großen PDC-TV-Turniers und ging dabei zehnmal als Sieger hervor. Bei der aktuellen WM ließ er kaum etwas anbrennen, setzte sich in jedem Match souverän durch und gab im gesamten Turnierverlauf lediglich drei Sätze ab. In fünf seiner sechs Partien spielte er zudem einen Average von über 100 Punkten. Sollte Littler das Endspiel gewinnen, wäre er in der Weltrangliste mit einem Rekordvorsprung knapp 1,6 Millionen vor dem Zweitplatzierten.
Der Weg ins Finale:
3:0 gegen Darius Labanauskas (101,51)
3:0 gegen David Davies (97,15)
4:0 gegen Mensur Suljovic (107,09)
4:2 gegen Rob Cross (106,58)
5:0 gegen Krzysztof Ratajski (100,04)
6:1 gegen Ryan Searle (105,35)
Finalist Nr. 2: Gian van Veen
Gian van Veen steht nach einem 5:1-Sieg über Luke Humphries zum ersten Mal im Halbfinale der PDC-WM
Gian van Veen bei der PDC Darts-WM 2026 in London – (c) PDC
Gian van Veen hat bei dieser Weltmeisterschaft eine echte Zeitenwende im niederländischen Dartsport eingeläutet. Über 13 Jahre lang war Michael van Gerwen die unangefochtene Nummer eins der Nation, doch am Neujahrstag durchbrach van Veen diese Dominanz. Nach der WM wird er erstmals vor van Gerwen in der Weltrangliste stehen.
Der „Giant“ zählt zu den größten Shootingstars des Sports. Neben der erfolgreichen Titelverteidigung bei der Junioren-Weltmeisterschaft gewann er in diesem Jahr auch die European Darts Championship in Dortmund und stieß damit endgültig in die absolute Weltspitze vor.
Im Turnierverlauf musste sich van Veen etwas mehr strecken als sein Finalgegner und gab insgesamt sieben Sätze ab. Das war jedoch vor allem der hohen Qualität seiner Gegner geschuldet. Besonders überzeugend präsentierte er sich durch sein starkes Timing: Selbst als Gary Anderson nach sieben gespielten Sätzen einen Average von über 107 Punkten spielte oder Luke Humphries im Viertelfinale einen 105er-Average hatte, war van Veen in den entscheidenden Momenten zur Stelle und spielte die Partien von vorne weg. Für den Niederländer würde ein WM-Titel auch finanziell einen enormen Sprung bedeuten. Denn bisher hat er in seiner gesamten Karriere 677.000 Pfund eingespielt. Dies könnte er heute in nur einem einzigen Spiel mehr als verdoppeln.
Der Weg ins Finale:
3:1 gegen Cristo Reyes (98,91)
3:1 gegen Alan Soutar (108,28)
4:1 gegen Madars Razma (97,91)
4:1 gegen Charlie Manby (98,48)
5:1 gegen Luke Humphries (105,41)
6:3 gegen Gary Anderson (102,99)
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